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Lokdepot

Geschichte

Lokomotivdepot Koblenz

Beim Lokomotivdepot Koblenz handelt es sich um das älteste erhalten gebliebene Lokdepot in Fachwerkbauweise der Schweiz. 1876 wurde das erste Lokomotivdepot Koblenz zusammen mit der Eisenbahnlinie Eglisau - Koblenz in Betrieb genommen. Im Jahr 1892 wurde das Gebäude und die Anlage ein erstes Mal erweitert. Später erfolgte eine weitere Erweiterung zum heute noch existierenden Gebäudetrakt. Die Gleisanlage erfuhr während der Jahre verschiedene Anpassungen und besteht heute aus fünf gedeckten Hallengleis und einem ungedeckten Nebengleis. Im Wirtschaftsgebäude waren neben Büroräumlichkeiten für das Depotpersonal auch Ruhezimmer für Übernachtungen des Lokomotivpersonals erstellt worden.

Aufgrund des geplanten Abbruchs war das Depot Koblenz zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr genutzt. Durch den Sturm "Lothar" von 1999 wurden das Dach und die Tore massiv beschädigt. Diese und auch längst fällige Reparaturabreiten sind deshalb nicht mehr ausgeführt worden. Durch die Witterungseinflüsse verschlechterte sich der Zustand der Bausubstanz jedoch zusehends. 2004 legten die Schweizerischen Bundesbahnen das Gesuch für den Abbruch des Lokdepots auf. Nach Zustimmung der zuständigen Behörden wurde der Abbruchtermin auf den Herbst 2005 angesetzt. Ein Teil des Daches und der Bodenbeläge ist bereits im Sommer entfernt worden. In letzter Minute schaltete sich die interne Fachstelle für Denkmalpflege der SBB ein und stoppte den weiteren Abbruch.

Zu Weihnachten 2006 wurde das Lokomotivdepot Koblenz durch die Draisinen Sammlung Fricktal (DSF) käuflich erworben. Im Jahr 2007 wurde der Verein mit dem aargauischen Heimatschutzpreis ausgezeichnet. In den Jahren 2007 und 2008 wurde das Depot umfassend renoviert und beherbergt heute einen Teil der Fahrzeugsammlung der DSF.




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